Kultur & Bildung spezial
 
Verschwörungstheorien und Hass im Netz

Teil I des Rückblicks auf den Open Commons Kongress 2016: Schall und Rauch - Verschwörungstheorien im World Wide Web | Hass im Netz - Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können.

#opencommons

Mitte Mai fand der Open Commons Kongress 2016 (OC16) im 15. Stock des Linzer Wissensturms mit dem Überthema "Cybergleich - Von Benachteiligungen im Netz" statt. Zahlreiche Vorträge von ExpertInnen aus unterschiedlichsten Bereichen beschäftigten sich mit Benachteiligungen im Netz und beleuchteten die Schattenseiten des Web.

Im ersten von zwei Teilen der Sendereihe Kultur & Bildung spezial widmen wir uns der Thematik rund um Verschwörungstheorien und Hass im Netz. Ein in den letzten Monaten sehr aktuelles Thema, einerseits aufgrund der Flüchtlingsdebatte, aber auch im Bundespräsidentenwahlkampf.

In dieser Folge gibt Ausschnitte aus folgenden Vorträgen zu hören: 

Ingrid BrodnigHass im Netz

Thomas RammerstorferSchall und Rauch - Verschwörungstheorien im World Wide Web

Mehr Infos zum OC16 gibt es auf http://opencommons.linz.at/category/open-commons-kongress-2016/

 
 
Schall und Rauch - Verschwörungstheorien im World Wide Web
 
Verschwörungstheorien haben insbesondere durch das Web 2.0 eine neue Dynamik erfahren. Im Sekundentakt werden dort absurde Theorien und dreiste Lügen über den Globus gejagt. Geglaubt wird, was man glauben will, was sich mit bereits vorhandenen Vorurteilen deckt, was das „Wiederlegen“ der Horrorgeschichten noch schwieriger macht. Dazu wird argumentiert, es habe in der Geschichte ja tatsächlich auch Komplotte gegeben, von simplen Versuchen politischer Einflussnahme durch Lobbyisten bis zum Mordkomplott. Thomas Rammerstorfer versucht den gängigen Mustern populärer Verschwörungstheorien auf die Spur zu kommen.

Thomas Rammerstorfer ist freier Journalist und lebt in Wels, Oberösterreich. Seine inhaltlichen Schwerpunkte liegen bei Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien.

 

Hass im Netz - Was wir gegen Hetze, Mobbing und Lügen tun können

Hass im Netz - so lautete der Titel des Vortrags von Autorin und Medienredakteurin Ingrid Brodnig auf dem Open Commons Kongress2016 in Linz. Im FROzine sind heute Ausschnitte aus dem Vortrag und einem anschließend von Michael Diesenreither geführten Interview zu hören.

Ingrid Brodnig ist Medienredakteurin des Nachrichtenmagazins profil und Autorin des Buches "Hass im Netz". Hasskommentare, Lügengeschichten und Hetze verdrängen im Netz zunehmend sachliche Wortmeldungen. Das Buch deckt die Mechanismen auf, die es den Rüpeln im Internet so einfach machen. Es zeigt die Tricks der Fälscher, die gezielt Unwahrheiten verbreiten, sowie die Rhetorik von Hassgruppen, um Diskussionen eskalieren zu lassen. Es werden aber auch konkrete Tipps und Strategien geliefert, wien man auf untergriffige Rhetorik reagieren kann, und was man gegen Lügen und Mobbing im Netz tun kann. 

Das Buch "Hass im Netz" von Ingrid Brodnig ist im Brandstätter Verlag erschienen, hat 176 Seiten und kostet € 17,90 im Buchhandel.

 

Allgemeine Links zur Sendung:  

Website von Thomas Rammerstorfer 

Ingrid Brodnig: Hass im Netz - Brandstätter-Verlag

Open Commons Kongress 2016

05.08.2016