Was bleibt von den "Verteidigern Europas"?

Der rechtsextreme Kongress des "Europäischen Forum Linz" vom 29.10. in den Linzer Redoutensälen hat im Vorfeld viel Wirbel und viel Gegenprotest erzeugt. Nun ist es wieder ruhig geworden. Zeit für eine Nachbetrachtung im heutigen FROzine.

"Ein Kongress der ganz normalen Leute, für ganz normale Leute", das meinte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl bei seiner Rede auf dem rechtsextremen Kongress der "selbsternannten Abendlandretter" (Zitat DÖW). Und er stehe vor einem Publikum, wie er es sich wünsche, nicht so wie im Parlament, "wo man nur mehr in die roten und grünen mieselsüchtigen Gestalten reinschaut".

Was aber bleibt nun von diesem Kongress in der Nachbetrachtung? Viel Lärm um nichts? Ein schlechtes Image für Linz? Was auf jeden Fall in Erinnerung bleibt, ist eine starkes Zeichen des Protests. Zwischen 1800 (nach Angaben der Polizei) und 3500 (nach Angaben der Veranstalterin) Menschen sind gegen die "Verteidiger Europas" auf die Straße gegangen. Und auch im Vorfeld gab es große Bestrebungen und Appelle an LH Josef Pühringer (z.B. vom Mauthausen Komitee), den Mietvertrag für die Redoutensäle aufzukündigen.

Wie könnte eine weitere ähnliche Veranstaltung in Linz verhindert werden und soll diese überhaupt verhindert werden? Und was heißt das für die Medien, wenn sich die Rechten ihre "eigene Medienlandschaft" zusammenbauen und alle anderen quasi draußenbleiben müssen, weil diese ja von der "Systempresse" bzw. "Lügenpresse" sind?

Dazu eingeladen im Studio:

- Werner Pöchinger (Redakteur OÖ-Krone, er hat vom Kongress "undercover" getwittert)

- Cornelia Broos und Thomas Pilgerstorfer (VertreterInnen des Bündnis "Linz gegen rechts", Organisation der Protestkundgebung) 

- Maria Buchmayr (stellvertretende Klubobfrau, Landessprecherin, Landtagsabgeordnete der Grünen) 

 

Gestaltung der Sendung: Michael Diesenreither 

08.11.2016