Theater Phoenix
 
Phönix on Air: Charleys Tante

Harald Gebhartl inszeniert Brandon Thomas Stück "Charley's Aunt" (1892).

Bei dem Titel „Charleys Tante“ denkt man hierzulande wahrscheinlich am ehesten an die Verfilmungen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts: Wahlweise an die mit Heinz Rühmann oder jene mit Peter Alexander.

Dass der Stoff aber mehr zu bieten hat, als eine Verwechslungskomödie, die einen Gutteil der Komik aus dem Motiv zieht, dass sich ein Mann als Frau verkleidet, beweist gerade das Theater Phönix mit seiner Version von „Charleys Tante“, deren Titel um den bedeutsamen Zusatz „und die Macht des Geldes“ ergänzt ist. Regie führt dabei der Künstlerische Leiter des Hauses Harald Gebhartl, dessen Inszenierung näher an der Originalfassung des 1892 von Brandon Thomas verfassten Stücks ist. In dieser Sendung geht es unter anderem um diese Unterschiede zu  den Film- und manch anderen Bühnenfassungen. Außerdem gibt es natürlich Ausführungen zu Inhalt, Autor sowie Besetzung zu hören und dazwischen Auszüge aus der Aufführung. Zu Wort kommen Harald Gebhartl (Regie) und Sigrid Blauensteiner (Dramaturgie).

 

Charleys Tante und die Macht des Geldes

nach Brandon Thomas von Harald Gebhartl

mit Anna Maria Eder, Helmut Fröhlich , David Fuchs , Markus Hamele , Simon Jaritz , Felix Rank , Marion Reiser , Sven Sorring , Isabella Szendzielorz

Regie: Harald Gebhartl
Bühne: Georg Lindorfer
Kostüme: Elke Gattinger
Lichtgestaltung: Gordana Crnko
Arrangement/musikalische Einstudierung: Wolfgang Peidelstein
Choreografie: Doris Jungbauer
Dramaturgie: Sigrid Blauensteiner

Premiere: 17.11.2016 Saal
Letzte Vorstellung: 15.01.2017
DAUER: ca. 2h 10min; inkl. Pause

Zwei Studenten in Geldnot. Jack und Charley dürfen zwei millionenschwere, russische Mädchen nur dann treffen und eventuell sogar ehelichen, wenn Charleys sehr reiche Tante aus Brasilien das Treffen als Leumundszeugin und Anstandsdame begleitet. Als sie nicht auftaucht, soll ein Freund der beiden, der Schauspieler Curt Babberleau, in die Rolle der Tante schlüpfen. Erfolgreich bezirzt dieser Jacks unerwartet auftauchenden geldgierigen Vater und den russischen Rechtsbeistand und Bodyguard der Mädchen, die beide großes Interesse an der vermeintlichen Tante zeigen. Die Rechnung der Studenten scheint aufzugehen, bis plötzlich Charleys echte Tante auftaucht und die Verwicklungen, Verwechslungen und absurden Situationen eskalieren.

Eine heitere, aber bissige Gesellschaftssatire, in der sich die Welt nur ums Geld dreht, jeder jeden auszunehmen versucht, die Oberen die Unteren schamlos ausnutzen, Arm und Reich in keinem Verhältnis mehr stehen, Besitz rücksichtslos angestrebt wird, der Wunsch nach schnellem Geld unstillbar, Korruption salonfähig, kriminelle Energie ein Lebensmittel und Liebe käuflich scheinen.

Spielplan unter:

http://www.theater-phoenix.at/spielplan.php

 

Die Musik ist der Aufführung entnommen und wurde arrangiert von Wolfgang Peidelstein.

Gestaltung: Claus Harringer

 

 

 

 

20.11.2016