16 Tage gegen Gewalt an Frauen

Gewalt an Frauen ist die weltweit häufigste Menschenrechtsverletzung. Viele Gewalthandlungen passieren nicht in der Öffentlichkeit, sondern im eigenen Zuhause. An den bevorstehenden ,,16 Tagen gegen Gewalt an Frauen" (25.11 bis 10.12.) wird das Tabu-Thema publik gemacht. In der heutigen Sendung erfahren wir vom Rahmenprogramm der internationalen Kampagne, die Forderungen der Linzer Frauenpolitik, rechtliche Schutz- und Interventionsmaßnahmen bei Gewalthandlungen sowie die Rolle von Bildungsangeboten bezüglich sexueller Gewalt. Danach geht es heute um die Forderungen der Initiative ,,Ohne Uns? Viel Spaß!", die mit ihren OÖ Frauenparallelregierungssitzungen ein Zeichen gegen die ausschließlich aus Männern bestehende Landesregierung setzt. Wie jeden Freitag gibt es außerdem den Rückblick über die FROzine-Ausgaben der letzten Woche zu hören.


Gewalt an Frauen ist die weltweit häufigste Menschenrechtsverletzung und ist quer durch alle sozialen Schichten bzw. Religionen alltäglich. Um das, nach wie vor stark tabuisierte Thema sichtbar zu machen, findet alljährlich von 25.11 – 10.12. die internationale Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen statt. Das Frauenbüro der Stadt Linz lädt in diesem Zeitraum zu unterschiedlichen Workshops und Veranstaltungen zum Thema Gewalt an Frauen ein. Gleichzeitig werden im Zuge der der Kampagne zahlreiche Unterstützungs- und Präventionsangebote vorgestellt.

In der heutigen Sendung gibt es eine Zusammenfassung der Pressekonferenz von Stadträtin Eva Schobesberger zu hören, die am 24.11. im Alten Rathaus stattgefunden hat. Über Anlaufstellen für Betroffene informierten: Luzenir Caixeta von Maiz, dem automen Zentrum von und für Migrantinnen,  Susanne Wiesmayr vom Autonomen Frauenzentrum, Margarethe Rackl vom Frauenhaus Linz und Karin Obermüller vom Gewaltschutzzentrum OÖ. Danach wurde als Auftakt der Kampanie am Hauptplatz eine Fahne gehisst, im Gedenken an drei Schwestern, die 1960 wegen ihrer frauenpolitischen Aktivitäten ermordet wurden. Im Anschluss hatte FRO noch die Möglichkeit, einzelne Fragen an Stadträtin Eva Schobesberger und die Leiterinnen der o.a. Einrichtungen zu stellen - heute ebenfalls in Form eines Beitrags zu hören.

Danach geht es weiter mit den Forderungen der 6. OÖ Frauenparallelregierung: Eine frauenlose Landesregierung in Oberösterreich ruft die Frauen auf den Plan – parteiunabhäng, engagiert und nicht bereit zu akzeptieren, dass die Hälfte der Bevölkerung keine Stimme in der Landesregierung hat. Die Gruppe #ohneunsvielspaß hält seit 2015 regelmäßig Frauenparallelregierungssitzungen vor dem Landhaus ab. Elisabeth Neubacher von Radio B 138 in Kirchdorf hat nun eine achtteilige Serie zu den Forderungen gestaltet.

Das heutige FROzine endet mit dem mittlerweile etablierten Wochenrückblick über die vergangenen FROzine-Sendungen, diesmal gestaltet von Karl Koczera.

Durch die Sendung führt David Haunschmidt.

25.11.2016