Hannah Arendt - ihr Denken veränderte die Welt

Margarete von Trotta hat einen der größten Skandale der Nachkriegszeit verfilmt, den weltweiten Aufruhr um Arendts Buch Eichmann in Jerusalem – Ein Bericht von der Banalität des Bösen. Ihre zuerst im New Yorker erschienene Reportage löste unter den Intellektuellen einen Bürgerkrieg aus; die Überlebenden der Vernichtungslager empfanden die Formel von der »Banalität des Bösen« als zweite, symbolische Ermordung, ausgerechnet durch die Jüdin Hannah Arendt.

Hannah Arendts Denken veränderte die Welt. Ihre gesellschaftspolitischen Schriften über totalitäre Systeme und Demokratie prägen bis heute unsere Sichtweise auf das 20. Jahrhundert und sind aus unserem Verständnis für politische Zusammenhänge – auch der aktuellen – nicht mehr weg zu denken.

Wer war Hanna Arendt? 

„Das Licht, das die Werke eines Menschen ausstrahlen, tritt direkt in die Welt ein und leuchtet auch nach seinem Tod weiter. Ob es hell oder dunkel, flackernd oder beständig ist, das hängt von der Welt und ihrer Entwicklung ab. Die Nachwelt wird es beurteilen. Doch das Licht, das vom Leben eines Menschen ausgeht gesprochene Worte, Gesten, Freundschaften – überlebt nur in Erinnerungen. Soll es in die Welt eintreten, dann muß es eine neue Form annehmen. Aus vielen Erinnerungen und Geschichten muß eine Geschichte hervorgehen.“
(ELISABETH YOUNG-BRUEHL; AUTORIN DER BIOGRAPHIE „HANNAH ARENDT: LEBEN, WERK UND ZEIT“)

 

"Keiner hat das Recht zu gehorchen".

 

Eine Sendung von Daniela Schopf.

20.02.2013