Legalize it!

Eine Sendung zur aktuellen Debatte rund um eine Legalisierung von Cannabis sowie zum sogenannten "Awarenesskonzept", auch als "Definitionsmacht" bekannt.

 

Cannabis legal?

Momentan macht die Debatte rund um eine Cannabislegalisierng nach einer längeren Ruhepause wieder die Runde, und zwar nicht nur gesellschaftlich, sondern auch politisch. So setzen sich etwa Teile der SJ für eine Legalisierung von Marihuana ein, und nun ziehen auch die Neos mit an diesem Strang.

Gesellschaftlich jedoch scheint dieses Thema nach wie vor äußerst kontroverse Empfindungen und vorgefertigte Meinungen mit sich zu ziehen. So macht Cannabis z.B. körperlich nicht abhängig, scheint aber von sämtlichen Horrorvorstellungen nicht verschont zu bleiben, ganz im Gegensatz zu einer der am stärksten körperlich süchtigmachenden Substanzen, dem Alkohol, welcher als Gesellschaftsdroge weitgehend toleriert wird.

Doch die Pflanze Hanf hat nicht nur den Nutzen, berauschend zu wirken, sondern kann auch für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie z.B. einer Krebserkrankung von großem Vorteil sein! Die Fasern dieser Pflanze können uns zudem auch für die Kleidung dienen. Bereits im 15. Jahrhundert wurde das jahrtausendalte Naturmaterial von Christoph Columbus in Form von Hanffasern verwendet und auch Levi Strauss fertigte 1850 seine Jeans ausschließlich aus Hanf an. Durch ihre besondere Beschaffenheit sind Hanffasern sehr schmutzabweisend und widerstandsfähig.

Um uns nun auf politischer Ebene näher mit dem Thema Cannabislegalisierung zu beschäftigen und herauszufinden, wie ernst es so manchen Personen in der Politiklandschaft mt einer Forderung nach einer Legalisierung von Cannabis ist, hat sich Sarah Praschak mit Fiona Kaiser von der SJ zu einem Gespräch getroffen.

SJOÖ

Bürger_inneninitiative für die Herausnahme von Cannabis aus dem österreichischen Suchtmittelgesetz

Interview zum Nachhören

 

Awareness-Konzept und Definitionsmacht - Sinnvoll oder regressiv?

Awarness bedeutet nichts weiter als Bewusstsein; das Konzept meint, dass es eine Gruppe verantwortlicher Menschen gibt, die sich um das aufeinander-acht-geben kümmern wollen. Solche Angebote werden oft in linken Zusammenhängen geschaffen, aber auch diskutiert. Das Konzept klingt auf den ersten Blick nicht verwerflich, Kritiker_innen sprechen aber zum Beispiel von einem repressiven Harmoniebedürfnis und Infantilisierung.

Unsere Kollegen von Radio Corax (Halle) haben sich der Diskussion rund um dieses Thema angenommen.

 

Durch die  Sendung führt Sarah Praschak.

 

 

30.10.2014