MAKE ME A SIGNAL Preludium für ein RADIOTOPIA
Live-Radio-Station am Maindeck, STWST und Radio Streams via Radio FRO Linz und ∏Node Paris
Organisiert von Shu Lea Cheang, Adriana Knouf, Franz Xaver in Vorbereitung für Radiotopia, eine RadioNet Versammlung auf der STUBNITZ, Hamburg, 13. – 17. Juli 2022
Seit 2009 liegt das Messschiff Eleonore, ein ehemaliges Vermessungsschiff, im Linzer Donauhafen. Es wird mit Solarenergie betrieben, wurde mit Funkkomponenten ausgestattet und im Rahmen der InfoLab-Aktivitäten der Stadwerkstatt für Artists in Residency Programme umgebaut. Die Funkbaken der Eleonore betreiben zwei Sender – einen 7 Mhz Kurzwellensender, der über WSPRnet gesendet wird und den geostationären Satelliten Rising Star Es’hail QO100. Beide Sender arbeiten in unterschiedlichen Frequenzbereichen, wobei der unsichtbare elektromagnetische Raum über Antennen direkt mit der haptischen Welt verbunden ist.
Cyberhacking, viral-pandemisches Leben, der Wunsch nach Autonomie von der Cyber-Hegemonie – in den Hertz’schen Wellen des elektromagnetischen Spektrums manifestieren sich Potenziale einer Abkehr vom zentralisierten Leben. Verbunden mit der Elektrodynamik des Erde-Himmel-Solar-Galaktischen Nexus nutzt die Funkübertragung einfache Schaltkreise, die weitreichende Effekte erzeugen. In einer Zukunft, in der die digitalen Netzwerke möglicherweise nicht mehr funktionieren, könnte das EM-Spektrum unsere primäre Art werden, um in Kontakt zu treten. Die 4-stündige Radiosendung MAKE ME A SIGNAL – Prelude to a RADIOTOPIA sendet eine Reihe von experimentellen Zugängen. Das Breitband-Radiospektrum lässt künstlerische Konzepte mit einer möglichen Zukunft korrespondieren.
Diese Prelude-Radiosendung ist der Startpunkt für einen RadioNet-Gipfel, der im Juli 2022 auf dem Schiff Stubnitz (stubnitz.com) stattfinden soll. Die Stubnitz ist derzeit in Hamburger Gewässern angedockt und stellt seit 1992 eine Plattform für kulturelle Forschung und Austausch dar.
Das Radio-Programm, So, 12. Sept, 14:00-18:00
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(1) Open Weather – Sophie Dyer and Sasha Engelmann
https://open-weather.community/
http://www.sashaengelmann.com/amateur-radio
(2) Afroditi Psarra + Audrey Briot
http://movement.radio/podcasts/transmission-ecologies
(3) Heidi Neilson
(4) Adriana Knouf
(5)Tetsuo Kogawa
https://anarchy.translocal.jp/
(6)Sarah Grant + Danja Vasiliev
(7) Pali Meursault
(8) Dinah Bird
http://bird-renoult.net/
Dinah Bird on Fb
(9) Theresa Schubert
(10) Martin Howse
(11) Xin Liu
http://xxxxxxxxxinliu.com
Xin Liu on Fb
(12) Franz Xaver
http://oe5fxc.xav.net
In Verbindung mit Manipulating the Signal und The Hertzian Space.
Organisiert von Shu Lea Cheang, Adriana Knouf, Franz Xaver:
Shu Lea Cheang (USA) ist Künstlerin und Filmemacherin, deren Arbeit darauf abzielt, Geschlechter, Genres und Strukturen neu zu erfinden. Sie gilt als Pionierin der Netzkunst, ihr BRANDON (1998 – 99) war die erste Webkunst, die vom Solomon R. Guggenheim Museum in Auftrag gegeben wurde. 2019 vertrat sie Taiwan mit ihrer Mixed-Media-Installation 3x3x6 auf der Biennale in Venedig. Von der Besiedlung des Cyberspace in den 90er Jahren bis zu ihrem aktuellen Rückzug in die Post-Netcrash-BioNet-Zone beschäftigt sich Cheang in ihrem aktuellen Werkzyklus mit viraler Liebe und Bio-Hack. Cheang ist derzeit Artist-in-Residency bei der EU-Plattform ART4MED (Kunst und biomedizinische Forschung) und arbeitet an UKI, einem abendfüllenden Scifi-Viral-Altreality-Kino. http://mauvaiscontact.info
Adriana Knouf, PhD (US) arbeitet als Künstlerin, Autorin und Xenologin. Sie beschäftigt sich mit Themen wie Wet Media, Weltraumkunst, Satelliten, Funkübertragung, nicht-menschlichen Begegnungen, Drohnenflug, Queer- und Trans-Futurities, maschinellem Lernen, der Stimme und Papierherstellung. Sie ist die Gründerin des tranxxenolab, eines nomadischen künstlerischen Forschungslabors, das Verflechtungen zwischen trans und xeno fördert. Adriana präsentiert ihre künstlerische Forschung regelmäßig auf der ganzen Welt und darüber hinaus, einschließlich einer Arbeit, die an Bord der Internationalen Raumstation geflogen ist. https://zeitkunst.org
Franz Xaver (AT) hat an der von Peter Weibel gegründeten Akademie für angewandte Kunst, Fachbereich „Visuelle Kommunikation“, studiert. Anschließend unterrichtete er bis 1992 an der gleichen Akademie Computersprachen, audiovisuelle Produktionen, Elektronik und Elektrotechnik. An der Technischen Universität Graz lehrte er an der Abteilung „Institut für Baukunst“ Kommunikationstheorie. Er nahm an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teil, darunter Ars Electronica, Aperto Biennale di Venezia, Triennale Milano, Kunst- und Ausstellungshalle Bonn in Deutschland. Leiter des Medienkunstlabors im Kunsthaus Graz 2003-2007. Seit 2008 arbeitet er in der Stadtwerkstatt Linz. http://stwst.at http://donowtic.com
Zuletzt geändert am 18.08.21, 15:48 Uhr
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